Zum 200. Geburtstag von Gustav Schlosser (1826 bis 1890)

Im vergangenen Jahr feierte die Innere Mission Frankfurt ihr 175-jähriges Bestehen. Nun erinnern wir dankbar an Gustav Schlosser, der den Evangelischen Verein für Innere Mission in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nachhaltig geprägt hat.

Geboren am 31. Januar 1826 in Hungen, wandte sich Gustav Schlosser nach seinem Theologiestudium bewusst dem bibeltreuen Luthertum und der christlichen Diakonie zu. 1873 übernahm er in Frankfurt die geistliche Leitung des Vereins für Innere Mission. Sein Wirken galt benachteiligten Menschen: Jungarbeitern, Dienstbotinnen, Prostituierten und Wohnungslosen. Er regte zahlreiche Neugründungen evangelisch-christlicher Hilfsdienste an und setzte sich dafür ein, Menschen wieder Perspektive und Würde zu geben. Bekannt wurde er außerdem als Herausgeber und Autor zahlreicher Streitschriften, Vorträge und Reden zu kirchen- und sozialpolitischen Fragen.

Bis zu seinem Tod am Neujahrstag 1890 in Frankfurt war er für den Evangelischen Verein für Innere Mission tätig. Sein Nachlass befindet sich im Hessischen Staatsarchiv in Darmstadt.